Umweltminister Hans-Heinrich Sander hat entschieden, die Stadt Hannover per Erlass aufzufordern, auch weiterhin Dieselfahrzeuge der Euro 3-Norm mit gelber Plakette in der Umweltzone zuzulassen, befristet bis mindestens zum 31.12.2011.
"Ziel muss es sein, die Stickstoffdioxide zu reduzieren. Aber Dieselfahrzeuge der Euro 3-Norm erzeugen mehr dieser Stoffe, wenn sie mit bestimmten Feinstaubfiltern ausgestattet sind - dies belegt auch eine Studie des Umweltbundesamtes", erläuterte Sander am 15.01.2010.  "Es ist also Unsinn, an Maßnahmen festzuhalten, welche die Luftqualität verschlechtern und die Menschen finanziell belasten. Notwendig hingegen ist ein flüssiger Verkehr, also ‚Grüne Welle’ anstelle von ‚stop and go’. Hier muss die Stadt Hannover nachbessern und den Luftreinhalteplan überprüfen."
Nach den Vorgaben des Umweltministeriums soll die Stadt Hannover eine Ausnahme erlassen, die allen Dieselfahrzeugen der Euro 3-Norm mit gelber Plakette wieder die Zufahrt in die Umweltzone ermöglicht.
Der Erlass des  Umweltministeriums fordert die Stadt Hannover auf, die Regelung innerhalb einer Woche umzusetzen. Die Geschäftsführung der IDKs versucht, eine Stellungnahme des Ministeriums zu erlangen.
Die Stadt Hannover kündigte in der HAZ am 16.01.2010 an, auf Bußgelder zu verzichten und bereits eingestrichene Gebühren für Ausnahmegenehmigungen zurückzuzahlen. Leider konnten wir bislang den zuständigen Sprecher der Stadt Hannover noch nicht erreichen, damit dieser verbindlich über die konkret geplanten Maßnahmen der Stadt berichtet.
Die Entschärfung der Umweltzone führt dazu, dass die Fahrzeuge weiterhin mit der gelben Plakette bis Ende 2011 in die Stadt fahren können. Eine Umrüstung der Fahrzeuge mit einem Partikelfilter „auf die grüne Plakette“ ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr notwendig. Es besteht die Gefahr, dass viele Kunden, die im letzten Jahr die Partikelfilter bestellt haben, die aber aufgrund von Lieferengpässen noch nicht ausgeliefert wurden, bei den Werkstätten die Aufträge für den Einbau stornieren. Problematisch ist hier, dass die Großhändler, bei denen die Werkstätten bestellt haben, auf Auslieferung bestehen.  Falls Sie als Werkstatt mit dem Kunden einen schriftlichen Reparaturauftrag über den Einbau des Partikelfilters vereinbart haben, können Sie auf Erfüllung des Vertrages bestehen. Die anderen Werkstätten bleiben auf den Kosten sitzen, wenn die Industrie und die Großhändler keine Lösung finden.
Um einen Überblick zu erhalten, sind die IDKs daran interessiert, wie viele Werkstätten von Stornierungen der Kunden betroffen sind. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, uns unter der E-Mail gmichalak@idk-hannover.de oder unter der Telefonnummer 05131-466616 oder 05131-466612 zu unterrichten. 

Gerhard Michalak
Geschäftsführer der IDKs
Niedersachsen-Mitte und Osnabrück

Stand 19. Jan.2010
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