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(Da die endgültigen Bedingungen für die Inanspruchnahme und den Erhalt der Bundesprämie noch nicht feststehen, wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernommen. Änderungen der Bedingungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.)

1. Welche Antriebstechnologien werden durch die Kaufprämie gefördert?
  • Es werden rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge sowie von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (sogenannte Plug-In-Hybride) gefördert.

Warum werden von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge gefördert? Es handelt sich doch hierbei um Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

  • Von außen aufladbare Hybridfahrzeuge fahren für eine gewisse Strecke rein elektrisch. Zwar beschränkt sich die Fahrzeit mit reinem Elektroantrieb auf eine Kurzstrecke, jedoch zeigen verschiedene Studien, dass die meisten Autofahrer Kurzstrecken zurücklegen. Diese Strecken können mit von außen aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen rein elektrisch gefahren werden.

2. Was wird unter rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen bzw. von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeugen verstanden?
  • Unter rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen werden Fahrzeuge verstanden, die lokal keine Emissionen ausstoßen, da sie allein von der im Fahrzeug befindlichen Batterie (Akkumulator) betrieben werden. Die Batterie dieser Fahrzeuge kann nur durch eine externe Stromquelle geladen werden.
    Beispiel: VW e-Golf, Nissan Leaf, Renault Zoe, BMW i3
  • Unter von außen aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen (sogenannte Plug-In-Hybride) werden Fahrzeuge verstanden, die über eine Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor verfügen, wobei die Batterie für den Elektromotor über eine externe Stromquelle geladen werden kann.
    Beispiel: Audi A3 e-tron, BMW i3 REx, Opel Ampera, Toyota Prius Plug-in Hybrid

Eine verbindliche Aussage darüber, der Kauf welcher konkreten Fahrzeugmodelle zu welcher Prämie berechtigt, kann noch nicht getroffen werden. Der Erhalt der Prämie erfolgt in jedem Einzelfall vorbehaltlich der positiven Bescheidung des Antrags auf die Kaufprämie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

3. Wie hoch werden rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge bzw. von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge gefördert?
  • Rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge werden mit 4.000 € netto gefördert.
  • Von außen aufladbare Hybridfahrzeuge werden mit 3.000 € netto gefördert.

4. Werden alle Fahrzeuge mit dieser Prämie gefördert?

Nein. Damit ein Fahrzeug förderfähig ist, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:
  • Das Fahrzeug muss durch eine der oben beschriebenen Antriebstechnologien betrieben werden und ein Neufahrzeug sein. Welche konkreten Modelle erfasst werden, richtet sich nach den im Elektromobilitätsgesetz genannten Fahrzeugklassen.* Gebrauchte Elektrofahrzeuge werden von der Kaufprämie nicht erfasst.
  • Die Förderprämie wird für Fahrzeuge mit einem Listenpreis von maximal 60.000 € netto gezahlt (zzgl. Sonderausstattung und Zubehör). Das bedeutet, dass bspw. das Tesla Model S oder ein Mercedes S500 Plug-In-Hybrid nicht gefördert werden.
  • Die Fahrzeughersteller müssen eine Finanzierungserklärung in Höhe von 50 Prozent der Fördersumme abgeben. Bis dato haben BMW, Citroen, Daimler, Hyundai, Kia, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Renault, Toyota, Volkswagen und Volvo die Zusage erteilt.
  • Reimportierte Fahrzeuge - Reimportierte Fahrzeuge können nur gefördert werden, sofern es sich um ein Neufahrzeug handelt, welches in Deutschland erstmalig zugelassen wurde. Sofern das Fahrzeug im Re-Import schon einmal in einem anderen Land zugelassen wurde, ist dies faktisch eine Zweitzulassung und wird nicht mit der Kaufprämie gefördert.

5. Wie hoch ist das Fördervolumen, das von der Bundesregierung und von den Herstellern zur Verfügung gestellt wird?

  • Das gesamte Fördervolumen stellt insgesamt 1,2 Mrd. € zur Verfügung. Davon trägt der Bund 600 Millionen € und die Industrie 600 Millionen €.
  • Wichtig: Das Fahrzeug muss vom Käufer für mindestens neun Monate behalten werden und darf erst nach dem 18. Mai 2016 gekauft worden sein. Beide Voraussetzungen gelten auch für die Leasing-Fahrzeuge.

6. Bis wann wird die Kaufprämie gezahlt?

  • Die Prämienzahlung für geeignete Elektrofahrzeuge wird bis zum 30. Juni 2019 gezahlt werden, sofern die Fördergelder nicht vorher aufgebraucht wurden.

7. Welche Behörde übernimmt die Antragsverwaltung?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).
Die Autokäufer können ihre Anträge direkt beim Bafa online über ein Internet-Portal stellen. Dafür müssen diese den Kaufvertrag, den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief für das Elektrofahrzeug beim Bafa einreichen (die Angaben auf den vorzulegenden Dokumenten bezüglich der zulassenden Person muss mit dem Antragsteller übereinstimmen). Die genaue Abwicklung ist aber noch unklar. Wichtig: Aus dem Kaufvertrag muss sich der um den Anteil des Herstellers reduzierte Kaufpreis ergeben. Die Anträge können von Unternehmen, Privatpersonen, Vereinen, Körperschaften und Stiftungen gestellt werden.

8. Gibt es ein Vergabeverfahren für die Kaufprämie?
Ja, und zwar das sog. Windhund-Verfahren. Das bedeutet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Falls das Fördervolumen vorzeitig ausgeschöpft sein sollte, kann keine Bezuschussung zum Kaufpreis mehr erfolgen.

9. Für wie viele Fahrzeuge reicht das Fördervolumen?
Nach Schätzung der Bundesregierung reicht das Fördervolumen für ca. 400.000 Fahrzeuge.

10. Fördert die Bundesregierung auch noch anderweitige Maßnahmen zum Ausbau der Elektromobilität?
Ja, die Bundesregierung investiert 300 Millionen € in den Ausbau der Ladeinfrastruktur (200 Millionen € für Schnellladestationen und 100 Millionen € für Normalladestationen). Demnach sollen 15.000 neue Ladesäulen installiert werden. Hierunter fallen auch 5.000 sogenannte CCS-Ladesäulen (Combined-Charge-Systeme Typ 2), die das Schnellladen ermöglichen.
Außerdem sollten die vom Bund beschafften Pkw für die Ministerien ab 2017 zu mindestens 20 Prozent Elektrofahrzeuge sein.

11. Gibt es auch Formen von Steuervergünstigen bzw. Steuerbefreiungen?
  • Ja. Seit Anfang 2016 werden Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2020 zugelassen werden, fünf Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Hierunter fallen die oben beschriebenen rein batterieelektrisch betriebenen Fahrzeuge.
  • Rückwirkend zum 1. Juni 2016 soll die derzeit geltende fünfjährige Steuerbefreiung für Erstzulassungen reiner Elektrofahrzeuge in eine zehnjährige Befreiung umgewandelt werden. Diese Steuerbefreiung soll auch für technisch angemessene verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen ausgeweitet werden.
  • Private Elektrofahrzeughalter, die ihre Fahrzeugbatterie beim Arbeitgeber kostenlos laden können, müssen dies nicht als geldwerten Vorteil versteuern. Diese Maßnahme soll befristet sein und im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2020 Geltung finden. Der Arbeitgeber soll in diesem Zusammenhang die Möglichkeit haben, geldwerte Vorteile aus der Übereignung der Ladevorrichtung pauschal mit 25% Lohnsteuer zu besteuern.

* §1 des E-MoG nennt die Klassen M1 und N1 im Sinne des Anhangs II Teil A der Richtlinie 2007/47/EG sowie die Klassen L3e, L4e, L5e und L7e im Sinne des Anhangs I der Verordnung (EU) Nr.168/2013 des Europäischen Parlament. Die Fahrzeugklasse ergibt sich aus der Typgenehmigung bzw. dem Fahrzeugschein. 

Stand: Juni 2016