Mit dem Frühjahr finden traditionell wieder vermehrt die regionalen Autoschauen und Verbrauchermessen statt. Eine gute Gelegenheit für Autohäuser ihre neuen Fahrzeugmodelle vorzustellen.

Dass das Pkw-Label auch dort zwingend vorgeschrieben ist, ist inzwischen hinreichend bekannt. Dabei steht es dem Aussteller frei, ob er das Pkw-Label direkt am Fahrzeug oder in dessen unmittelbarer Nähe anbringt. Wichtig ist, dass es deutlich sichtbar ist und eindeutig zugeordnet werden kann.

Doch Vorsicht!
Manche kreative Idee kann durchaus kritisch sein, so zum Beispiel die Idee eines Ausstellers, neben dem Fahrzeug einen schräg angeschnittenen Baumstamm aufzustellen, auf der abgeschrägten Vorderseite über Preis und Ausstattung zu informieren und auf der Rückseite - ungefähr in Kniehöhe - die Pflichtangaben zu Verbrauch und Emissionen zu platzieren.

Das Oberlandesgericht Frankfurt wertete dies als einen abmahnfähigen Wettbewerbsverstoß. Die geforderte „deutliche Sichtbarkeit“ sei bei einer solchen Darstellung nicht mehr gewährleistet. Der Verbraucher werde die an dieser Stelle platzierten Informationen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zur Kenntnis nehmen. Daran ändere auch nichts, dass die Angaben vom Fahrersitz aus gut sichtbar seien (Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt a.M. vom 02.11.2017, Az.: 6 U 166/16).

Fazit:
Ob das Pkw-Label gut sichtbar angebracht ist, ist grundsätzlich eine Einzelfallentscheidung. Wer das Risiko einer Abmahnung meiden will, bringt das Label am besten direkt am Fahrzeug – idealerweise auf der Fensterscheibe – an


Stand: März 2018