Wird für mehrere neue Pkw-Modelle in einer Zeitungsanzeige (Printwerbung) geworben, können entweder die Werte für den offiziellen Kraftstoffverbrauch (innerorts, außerorts, kombiniert) und die offiziellen Co2-Emissonen im kombinierten Testzyklus für jedes einzelne der aufgeführten Modelle angeführt werden oder die Spannbreite zwischen ungünstigstem und günstigstem offiziellen Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus sowie den offiziellen spezifischen CO2-Emissionsen im kombinierten Testzyklus. Dies gilt jedoch nicht für Werbung im Internet.

1.    Spannbreitenwerbung in Printanzeigen ist zulässig.
2.    Spannbreitenwerbung im Internet ist zumindest nach der Auffassung des Landgerichts Nürnberg-Fürth nicht mit den Regelungen der Pkw-EnVKV in Einklang zu bringen und somit unzulässig.
3.    Weitere Entscheidungen zu dieser Fallkonstellation sind nicht bekannt. Insbesondere liegt höchstrichterliche Rechtsprechung noch nicht vor. Gleichwohl ist die Argumentation des Landgerichts Nürnberg-Fürth leider nicht unschlüssig.

Es wird empfohlen, im Internet auf die Spannbreitenwerbung zu verzichten und für jeden beworbenen neuen Pkw zumindest den offiziellen Kraftstoffverbrauch im kombinierten Testzyklus und die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen im kombinierten Testzyklus separat anzugeben.

Stand: Juli 2017