Ab dem 01.07.2021 tritt die gesetzliche Änderung des Mindestlohnes in Kraft.

Der Mindestlohn erhöht sich von aktuell 9,50 Euro auf 9,60 Euro die Stunde.

01.01.2021 bis 30.06.2021 auf 9,50 Euro
01.07.2021 bis 31.12.2021 auf 9,60 Euro
01.01.2022 bis 30.06.2022 auf 9,82 Euro
01.07.2022 bis 31.12.2022 auf 10,45 Euro

Die Mindestlohnerhöhung gilt auch für Minijober.

Diese dürfen generell im Monat nicht mehr als 450 Euro verdienen und müssen gegebenenfalls ab dem 01.07.2021 ihre Arbeitsstunden reduzieren. Ansonsten kann durch die aktuelle Erhöhung des Stundenlohns der sozialversicherungsfreie Minijob in Gefahr stehen und höhere Steuern und Sozialabgaben anfallen.
Bei Überschreitung der Grenze wegen eines gelegentlichen und nicht vorhersehbaren Ereignisses, wie zum Beispiel die Vertretung eines Arbeitnehmers im Krankheitsfall, ist dies allerdings unproblematisch und führt nicht zur Beendigung des Minijobs.

Dies gilt auch, wenn der Minijobber mehr arbeiten musste, weil zum Beispiel ein anderer Arbeitnehmer wegen einer Corona-Quarantäne oder wegen seiner Kinderbetreuung in der Corona-Pandemie ausfällt.
Hierzu ist ein Zeitraum von bis zu drei Monaten innerhalb eines Jahres anzusehen. Bei unerwartet höherem Verdienst in der Zeit vom 1.6.2021 bis 31.10.2021 wurde die Grenze auf vier Monate angehoben.
Denken Sie an die Anpassung der Arbeitsverträge für die Arbeitnehmer und Aushilfen sowie an die korrekte Aufzeichnung der monatlichen Stundenzettel. Stand: Juli 2021
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