Stundendokumentation ist nach dem Mindestlohngesetz für alle Aushilfen vorgeschrieben, jedoch besteht auch für festangestellte Mitarbeiter unter gewissen Umständen eine Dokumentationspflicht.

Bei Aushilfen auf Minijob-Basis (450 € oder 70-Tage-Vertrag) müssen alle gearbeiteten Stunden zur Prüfung des Mindestlohns dokumentiert werden (§ 17 I MiLoG iVm § 8 I SGB IV).

Die Aufzeichnung der Stunden muss spätestens innerhalb einer Woche nach dem jeweils gearbeiteten Tag erfolgt sein, alle Aufzeichnungen müssen zwei Jahre aufbewahrt werden (§ 17 I 1 MiLoG bzw. § 16 II 2 ArbZG). Die Art der Dokumentation (z.B. Stempeluhr, Excel-Sheet, Handzettel) ist frei wählbar, auch kann die Pflicht zur Dokumentation der Stunden auf den Arbeitnehmer übertragen werden.

Hinweis: Für Mitarbeiter im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe gilt grds. eine uneingeschränkte Aufzeichnungspflicht für alle Mitarbeiter (§§ 17 I MiLoG, 2a I Nr. 4 SchwarzArbG).
Bei allen anderen Mitarbeitern (Festangestellte in Voll- und Teilzeit, Stundenlöhner, etc.) besteht grundsätzlich keine Pflicht zur Aufzeichnung der Arbeitszeit, aber: dokumentiert werden müssen auch hier alle Arbeitsstunden, die pro Tag über 8 Stunden hinausgehen (unabhängig von der vereinbarten täglichen Soll-Arbeitszeit, § 16 II ArbZG)! Der Abbau dieser Überstunden muss an den jeweiligen Tagen ebenso dokumentiert werden.
Eine Übersicht zu den gesetzlich zulässigen Arbeitszeiten (auch für Jugendliche) sowie ein Muster für die Arbeitszeitaufzeichnung erhalten Sie über unsere Geschäftsstellen.

Stand: Dezember 2018