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I. Gesetz

Auf Grundlage der Richtlinie 2014/45/EU wurde entschieden, zur Sicherung und Überwachung der Qualität bei der technischen Fahrzeugüberwachung ein  Qualitätsmanagementsystem nach ISO 17020 (akkreditiertes System) einzuführen. Die gesetzliche Verankerung erfolgte zunächst auf der Ebene der Überwachungsorganisationen.

Im September 2020 hat der Bundesrat dieses akkreditierte System nun auch für die Ebene der anerkannten Werkstätten als zusätzliche Voraussetzung in der Anlage VIIIc zu § 29 StVZO beschlossen. Das Akkreditierungssystem ist eine zusätzliche Notwendigkeit zum bestehenden staatlichen Anerkennungsverfahren.

Alle Kfz-Werkstätten/-Unternehmen, die zukünftig hoheitliche Fahrzeuguntersuchungen/- prüfungen selbst durchführen wollen, müssen entweder selbst nach ISO 17020 akkreditiert sein oder sich dem nach ISO 17020 akkreditierten System des Bundesinnungsverbandes (BIV) des Kraftfahrzeughandwerks anschließen. Der Nachweis einer Akkreditierung wird voraussichtlich in der 2. Jahreshälfte 2021 als zusätzliche Anerkennungsvoraussetzung gefordert sein.

II. QM-System (Akkreditierung)
Welchem akkreditierten System nach ISO 17020 soll sich eine Kfz-Werkstatt anschließen?

Die selbstständige Akkreditierung jeder einzelnen Kfz-Werkstatt ist mit hohen Kosten verbunden. Daher hat der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) als "Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks" ein Qualitätsmanagementsystem - QMS nach ISO 17020 aufgebaut, dem sich jede anerkannte Kfz-Werkstatt anschließen kann.

Voraussetzungen für die Einbindung der anerkannten Werkstatt in das QM-System des BIV:

  1. Alle verantwortlichen unterschriftsberechtigten Personen (Inspektoren) in der anerkannten Kfz-Werkstatt verpflichten sich, dass sie bei der Durchführung amtlicher Fahrzeuguntersuchungen/-prüfungen die Qualitätsanforderungen des QMS erfüllen und unparteilich handeln.
  2. Die anerkannte Kfz-Werkstatt wird vertraglich in das QMS eingebunden, so dass der Inspektor amtliche Fahrzeuguntersuchungen/-prüfungen im Namen des BIV durchführen kann.
  3. Mit der Erteilung eines Reparaturauftrages beauftragt der Kunde die Inspektionsstelle des BIV mit der Durchführung der jeweiligen amtlichen  Fahrzeuguntersuchung/- prüfung und die Werkstatt mit der Vorführung des Fahrzeuges zur Durchführung der amtlichen Fahrzeuguntersuchung/-prüfung bei der Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks. Für letzteres kann die anerkannte Kfz-Werkstatt ein selbst zu kalkulierendes Entgelt erheben.
  4. Die verantwortliche Person (Inspektor) führt im Namen der Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks die amtliche Fahrzeuguntersuchung/-prüfung durch.
  5. Nach Abschluss der Fahrzeuguntersuchung/-prüfung wird das Inspektionsergebnis anhand des Inspektionsnachweises (z. B. AU-Nachweis) mit fälschungserschwerenden Merkmalen (Nachweis-Siegel mit Zangenprägung) sowie - nachdem die Akkreditierung des BIV durch die DAkkS erfolgt ist - dem DAkkS-Symbol dem Kunden übergeben.
  6. Werkstattkunden haben zudem die Möglichkeit, Beschwerden über das Inspektionsergebnis oder Einsprüche gegen die anerkannte Kfz-Werkstatt beziehungsweise den Inspektor zu erheben.

Mit welchem Mehraufwand muss eine in das QMS des Bundesinnungsverbandes des  Kraftfahrzeughandwerks eingebundene Kfz-Werkstatt rechnen?
Der Mehraufwand für Kfz-Werkstätten soll möglichst gering ausfallen. Für den Aufbau und den Betrieb des QMS wird ab dem 01.07.2021 eine "Transaktionsgebühr" pro durchgeführte und bestandene Untersuchung/Prüfung erhoben.

Was wird denn im Rahmen von Audits geprüft?
Im Rahmen der Audits wird ermittelt, ob die Voraussetzungen des QMS von dem Inspektor (verantwortliche Person) bei der Durchführung der amtlichen  Fahrzeugüberprüfung neben den anderen gesetzlichen Anforderungen der StVZO erfüllt werden. Das erfolgt unter anderem anhand einer Arbeitsprobe bei einer Fahrzeuguntersuchung/-prüfung.

Mit der Teilnahme an dem akkreditierten System des Bundesinnungsverbandes des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) nach ISO 17020 können Kfz-Werkstätten auch  weiterhin mit der Durchführung von Fahrzeuguntersuchungen/-prüfungen an der technischen Fahrzeugüberwachung teilhaben. Sie unterwerfen sich lediglich zusätzlich dem Qualitätsmanagementsystem der Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks nach ISO 17020.


III. Erforderliche QMS- Formulare
Im Download finden Sie das Formblatt 5.1-1 „Vertragliche Einbindung der KfzWerkstatt“, mit dem Ihre Werkstatt dem akkreditierten System beitreten kann.

Weiter ist es für die Teilnahme erforderlich, dass die verantwortliche Person (Inspektor) das Formblatt 5.1-2 „Verpflichtungserklärung des Inspektors“ ausgefüllt überreicht.

Gleiches gilt auch für geschulte Fachkräfte, die für die amtlichen Fahrzeugprüfungen eingesetzt werden. Hierfür ist das Formblatt 5.1.-2a „Vertraulichkeitsvereinbarung
Fachkraft“ zu übermitteln.

Ohne Rückmeldung kann Ihr Betrieb nicht in die neue einzurichtende Verwaltungssoftware der Innung angelegt werden.
Bitte senden Sie die erforderlichen Dokumente an folgende EMailadresse zurücksenden:
auek@idk-hannover.de
auek@idk-osnabrueck.de

IV. Dokumentation
Zukünftig entfallen die jährlich angeforderten Mängelstatistiken für AU- und Gasanlagenprüfungen. Diese müssen dann wöchentlich dem BIV übermittelt werden. Aus
diesem Grund verlieren die zur Zeit genutzten Verwaltungssoftwares ihre Gültigkeit. Die Nutzung von QS – Handbüchern ist somit auch nicht mehr möglich.

Einzige anerkannte QMS-Verwaltungssoftware für amtliche Fahrzeuguntersuchungen ist künftig die AÜK-Plus Software. Eine Demoversion ist unter www.auek-plus.de downloadbar. Diese ersetzt die bisherigen Programme wie z.B. AU –Plus, Gutmann QS, GAP – Plus ect. und später auch SP-Plus.

Zur Nutzung muss für erforderliche Module (z.B. AU, AUK, Gas) ein Softwareservicevertrag unter der Rubrik „Vertrieb“ abgeschlossen werden. Restlaufzeiten von AU-Plus Serviceverträgen werden angerechnet.

Die zur Freischaltung erforderliche Lizenz kann seitens der Innung nur zugeteilt werden, wenn das Formblatt 5.1-1 „Vertragliche Einbindung der Kfz-Werkstatt“ vorliegt. Weitere Infos erhalten Sie unter www.auek.de .

V. Schulungen
Zur Einführung des QMS-Systems ist auch eine entsprechende Erstschulung für die Inspektoren (verantwortliche Personen) vorgeschrieben. Ist der AU-Beauftragte (aWB) eine anerkannte Fachkraft, so muss auch dieser an einer Schulung teilnehmen.

Aufgrund der aktuellen Lage infolge der Corona Pandemie werden seitens des Landesinnungsverbandes (LIV) Online–Schulungen angeboten.
Die Termine für die Schulungen finden Sie unter folgenden Link : https://events.guestoo.de/LIVNDSHB

Die Teilnahme ist zwingend erforderlich! Um den betroffenen Personenkreis innerbetrieblich aufteilen zu können, sollten entsprechende Schulungen kurzfristig gebucht werden. Die Schulungsdauer beträgt ca. 1,5 Stunden. Nach dem vorläufigen Zeitplan sollten alle Voraussetzungen bis zum 30.06.2021 umgesetzt
werden.

Stand: Nov. 2020
Attachments:
Download this file (FB_5.1-1_vertragliche_Einbindung der Kfz-Werkstatt_24_09_2020_REV10.0.pdf)vertragliche Einbindung d. Kfz-Werkstatt[Stand: Nov. 2020]1260 kB
Download this file (FB_5.1-2_Verpflichtungserklaerung_Inspektor_24_09_2020_REV7.0.pdf)Verpflichtungserklärung Inspektor[Stand. Nov. 2020]1249 kB
Download this file (FB_5.1-2a_Vertraulichkeitvereinbarung_Fachkraft_23_09_2020_REV1.0.pdf)Vertraulichkeitsvereinbarung Fachkraft[Stand: Nov. 2020]1239 kB
Download this file (FB_6.1-2_Erklaerung_Teilnahme_an_webbasierter_Schulung_30_04_2020_REV1.0.pdf)Erklärung Teilnahme Schulung[Stand: Nov. 2020]1017 kB
Download this file (FB_7.1-2a_Datenschutzinformation_fuer_eingebundenes_Personal_24_09_2020_REV1.0.pdf)Datenschutzinformationen Personal[Stand: Nov. 2020]431 kB
Download this file (FB_7.1-2b_Datenschutzinformation_fuer_anerkannte_Werkstatt_24_09_2020_REV1.0.pdf)Datenschutzinformationen Werkstatt[Stand: Nov. 2020]430 kB
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