Bundesarbeitsgericht schafft Klarheit

Seit einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen vom 02.06.2015 bestand erhebliche Unsicherheit, ob die Klausel zur Probezeitverlängerung in den Muster-Ausbildungsverträgen der Kammern tatsächlich wirksam ist.

Nun herrscht endlich Klarheit. Mit Urteil vom 09.06.2016 hat das Bundesarbeitsgericht festgestellt:
Die Regelung, nach der bei einer Unterbrechung der Probezeit von mehr als zwei Drittel dieser Zeit eine Verlängerung um diesen Zeitraum möglich ist, ist weder nichtig noch handelt es sich dabei um eine unangemessene Benachteiligung des Auszubildenden (Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 09.06.2016, Az.: 6 AZR 396/15).

Es ist erfreulich, dass das Bundesarbeitsgericht nicht auf die schwer nachvollziehbare Sichtweise des Landesarbeitsgerichts eingeschwenkt ist.
Sofern Sie nicht die Ausbildungsvertragsvorlagen Ihrer Kammer nutzen, sollten Sie in jedem Fall prüfen, ob Ihre Ausbildungsverträge eine entsprechende Verlängerungsklausel enthalten.
Damit stellen Sie sicher, dass Sie auch bei längeren Ausfallzeiten – beispielsweise infolge Erkrankung des Auszubildenden- ausreichend Zeit haben, die Eignung des Auszubildenden zu testen.

Stand: Jan. 2017
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